Beirut Marthon 2009

Lange hatte ich mit mir gerungen, ob ich wirklich nach Beirut reisen sollte. Man hat ja so viel gehört. Doch da ich gerne in fremde Länder reise und Edward ein wahrer Überredungskünstler ist, habe ich mich dann entschlossen am 9. BLOM Beirut Marathon teilzunehmen.
Am 3.Dezember ging der Flieger von Düsseldorf aus, über Paris nach Beirut.


Plakat Flughafen
Gerade in Beirut angekommen, hingen dort schon die ersten Plakate vom Marathon. In Berlin wäre jetzt Haile Gebrselassie  abgebildet. In Beirut ist es Edward Maalouf, the lebanese champion.
Das Commodore Hotel war das offizielle Marathon Hotel. Dort waren auch alle Handbiker untergebracht. Commodore Hoel
Frühstück
Schon beim Frühstück traf man bekannte Gesichter. Aber auch zu Handbikern und anderen Sportlern aus verschiedenen Nationen fand man sehr schnell Kontakt.
Handbikeparkplatz mitten im Hotel. Die freundlichen Leute von derRezeption  hatten stets ein Auge auf die treuren Sportgeräte. Handbikeparkplatz
Pressefonferenz
Samstags um 11.00 Uhr waren wir zur Pressekonferenz eingeladen.
Schon einige dieser Pressekonferenzen habe ich miterlebt. Meistens musste ich darum kämpfen den Handbikesport präsentieren zu können.
Aber in Beirut herrscht eine verkehrte Welt.
Edward und Vico waren die Stars unter den Athleten und die Fernsehteams umringten sie dermaßen, dass ich leider kein vernünftiges Bild machen konnte.
Zur Erklärung muss man vielleicht noch hinzufügen, dass mehr als 33.000 Sportler an diesem Event teilnehmen.
Eine Journalistin im Gespräch mit Edward und dem Mailänder Frederico Villa. Edward im Interview
Vico
Ein Genießer des guten arabischen Kaffee.
Als die Meute der Journalisten sich verzogen hatte, kam ich dann doch noch zu meinem Foto vor dem offiziellen Marathon Plakat. Beim genauen betrachten fiel mir auf, dass gar nicht Edward, sondern Errol der Handbiker ist, welcher  in Siegerpose abgelichtet ist..
Tja Jungs, der Chef is allways watching you !!!
Dieses Plakat hing übrigens in der ganzen Stadt.
Plakat Marathon
Pasta Party
Samstag abends war Pasta Party am Flughafen. In einem Hangar von "Middle East Airways" wurden wir mit reichlich Kohlehydraten versorgt. Als Dekoration diente ein Airbus,, der Werbung vom Marathon trug.
Anschließend gab es noch ein Erfrischungsgetränk an der Hotelbar. Und dann war Nachtruhe angesagt, da wir schon um 4.00 Uhr wieder aufstehen mussten.
Um 5.00 Uhr trafen wir uns in der Hotellobby. Edward und sein Bruder Georges sorgten für den Transfer zum Start. Dies geschah zwar auf die "libanesische Art", aber alles lief glatt und sowohl wir, als auch die Handbikes kamen unbeschadet an. Leider hatte es in der Nacht geregnet und die Wolken am Himmel versprachen auch nicht gerade das beste Wetter.
Vico Merklein (D) gewann das Rennen vor Rob Wickham (GB) und Edward Maalouf /LIB).
Das Podium im Ziel
Stefan im Ziel
Vierter wurde Bogdan Krol (PL).
Als Fünfter kam ich dann mit einer Zeit von 1:38h ins Ziel.  Leider war mir Frederico schon sehr früh dermaßen hart auf den Auffahrschutz gefahren, dass sich dieser verbogen hatte und mein linkes Hinterrad blockierte.
Ich wollte schon aufgeben, doch Soldaten halfen mir den Bumper zumindest so zu verbiegen, dass ich nach knapp 10 min weiterfahren konnte.
Die Organisation hatte dafür gesorgt, dass Radfahrer uns begleiteten und uns den Weg zeigten. Aber nicht nur dabei waren sie hilfreich. Georges, mein Begleiter auf der Strecke, instruierte die Soldaten, wie sie mein Bike reparieren sollten und motivierte mich zur weiterfahrt. Ohne ihn hätte ich mich bei der langen Wartezeit wärend der Reparatur schon abgeschnallt und aufgegeben.
Auch wenn ich bei langen Geraden schon mal auf ihn warten musste, so war er doch eine große Hilfe.
mit Georges dem Fahrradbegleiter
Frederico Villa im Ziel
Frederico Villa (I) im Ziel.
Abends waren wir bei Edwards Familie eingeladen.
Dort begann der wahre Wettbewerb. Das Essen war so lecker, dass man alles probieren wollte.
Man musste kämpfen , um die Vielfalt der schmackhaften libanesischen Küche  in seinen Magen zu bekommen.
Edward und Familie
Sambuca
Es war ein lustiger und langer Abend im Hause Maalouf.
Als wir dachten,  wir hätten alles aufgegessen, servierte Claude uns noch den Nachtisch. Edward und Stefan
Handbiker in Baalbeck
Montags fuhren wir zu sechst mit einem Kleinbus nach Baalbeck auf die Bekaa Ebene. Die dortigen römischen Tempel sind Weltkulturerbe und wirklich sehenswert.
So vergingen die Tag im Libanon sehr schnell. Dienstags war der Rückflug in die Heimat. Doch sofern es der Terminkalender zulässt, werde ich 2010 wieder in Beirut starten, da es für mich der bisher schönste Marathon war, an dem ich teilgenommen habe.
Schade nur, dass wir nur so ein übersichtliches  Teilnehmerfeld hatten. Dieser Marathon hat mehr Starter verdient.